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SIM, eSIM, iSIM – Unsinn?

Wann hört das alles auf?

Wir hatten 30 Jahre lang die SIM-Karte und gefühlt seit 3 Tagen die eSIM und jetzt zieht mit der iSIM bereits der nächste Standard nach. Müssen wir uns überhaupt an die eSIM gewöhnen oder warten wir lieber direkt auf die iSIM? Keine Sorge, so schnell geht es nicht und nein, das ist auch kein Marketing-Scherz von Apple – die iSIM gibt es wirklich und sie dürfte die Möglichkeiten der Hardwarehersteller noch einmal um ein grosses Stück erweitern. Haben wir mit der eSIM eine eingebettete Alternative zur klassischen Plastik SIM-Karte kennengelernt, wird mit der iSIM erstmals eine integrierte Lösung verfügbar sein, die als Teil eines SoC daherkommt. Ein weiterer technologischer Meilenstein und vielversprechend für das IoT und alle Hardwarehersteller!

Was ist iSIM?

Die iSIM wird im Gegensatz zur eSIM direkt in den Geräteprozessor integriert, daher kommt auch das appleeske «i» als Präfix (Integrated SIM). Mit der iSIM wird also auch der verlötete Chip der eSIM verschwinden und jedes SoC (System on a Chip) wird potenziell 5G-fähig. Das sind grossartige Neuigkeiten, besonders für Hardwarehersteller im IoT Bereich.

Aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer funktioniert die iSIM aber genau gleich wie die eSIM. Es kann also nach wie vor ein SIM-Profil mittels QR Code auf das Endgerät geladen werden und es wird auch weiterhin möglich sein mehrere SIM-Profile nebeneinander zu nutzen.

Der grosse Unterschied zwischen eSIM und iSIM besteht in der Hardware. Diese wird mit der iSIM nämlich verschwindend klein. Die iSIM-Entwickler der Thales Group sprechen von Dimensionen unter einem Quadratmillimeter. Die SIM-Informationen werden also mit der iSIM nicht mehr auf einem separat verlöteten Chip gespeichert, sondern direkt im Prozessor des Geräts. Ein Chip weniger bei gleicher Funktionalität und zusätzlich mehr Platz für einen grösseren Akku oder ein kleineres Gehäuse!

Grössenvergleich von der klassischen Mini SIM bis zur iSIM
Quelle: thalesroup.com

Wie weit ist die Entwicklung der iSIM?

Im letzten Jahr haben die Thales Group, Vodafone und Qualcomm Technologies bereits ein erstes Smartphone vorgestellt, das eine iSIM verwendet. Damit wurde die Umsetzbarkeit bewiesen und dieses Jahr wurde der iSIM-Technologie durch die GSMA erstmals die eSA-Sicherheitszertifizierung bestätigt.

Das bedeutet, dass die iSIM dieselben Sicherheitsstandards unterstützt wie die eSIM und entsprechend dieselben Vorteile gegenüber der klassischen SIM-Karte bietet.

Die Thales Group rechnet bis 2025 mit weltweit bis zu 200 Millionen iSIM-fähigen Endgeräten im Privatkunden und IoT Bereich.

Digital Republic hat als einer der ersten eSIM-Anbieter der Schweiz diesen Trend schon früh erkannt. Deshalb bieten wir alle unsere Tarife auch als eSIM an und insbesondere auch in den geringen Bandbreiten, die für Wearables oder IoT-Geräte optimal sind.

Welche Vorteile bietet die iSIM?

Durch ihre direkte Integration in den Prozessor des Endgeräts schafft die iSIM, besonders in kleinen Geräten wie Smartwatches oder anderen Wearables, wertvollen Platz. Das erlaubt einerseits die Verwendung grösserer Akkus und spart andererseits auch Energie. Der Stromverbrauch der iSIM ist signifikant kleiner als jener der eSIM und erlaubt zusammen mit der Platzersparnis eine längere Akkulaufzeit.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit von sogenanntem «Remote Provisioning». Mit der iSIM haben Anbieter die Möglichkeit SIM-Informationen ohne direkten Kundenkontakt anzupassen oder auch die SIM zu aktivieren und zu deaktivieren. Für euch als Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das, dass ihr nicht mehr in einen Shop müsst, wenn ihr eure SIM aktivieren oder etwas an euren Daten oder Tarifen ändern wollt.

Hände mit Smartphone. Auf dem Display wird das Digital Republic Kundenportal angezeigt mit SIM-Typ Auswahl

Bei Digital Republic könnt ihr das übrigens jetzt schon selbst erledigen. Über das Digital Republic Kundenportal könnt ihr völlig selbstständig SIM-Karten oder eSIMs ativieren und euren Tarif on-the-go anpassen.

Ist die iSIM sicherer als die eSIM?

Die eSIM und die iSIM verwenden dieselben Sicherheitsmechanismen und sind deshalb auch gleich sicher. Durch die integrierte Architektur und die Möglichkeiten des Remote Provisionings sind beide SIM-Varianten sehr sicher vor Diebstahl und Missbrauch.

Wie ihr reagieren solltet, wenn euer Smartphone gestohlen wird, haben wir in diesem Artikel ausführlicher erklärt.

Ab wann werde ich mich um eine iSIM kümmern müssen?

Hier können wir Entwarnung geben. Da die iSIM funktional sehr ähnlich zur heutigen eSIM ist, werden sich primär die Anbieter um den neuen Standard kümmern müssen. Für euch als Nutzerinnen und Nutzer ändert sich nichts Grundsätzliches. Sobald ihr also ein iSIM-Gerät besitzt, werdet ihr auch ein SIM-Profil für dieses Gerät beziehen können, genau so einfach, wie das jetzt schon mit der eSIM möglich ist.

Digital Republic kümmert sich natürlich bereits um die iSIM! Wir verfolgen alle aktuellen technologischen Entwicklungen, die für euch als Nutzerinnen und Nutzer vorteilhaft sein könnten und halten euch selbstverständlich auch weiterhin auf dem Laufenden.

Bis zum Launch der iSIM wird aber bestimmt noch etwas Zeit vergehen und bis dahin wird sich die eSIM zum neuen Standard entwickeln.

Weitere Informationen zur eSIM Technologie und News rund um die Entwicklung der eSIM findet ihr ausserdem auf esim.ch.

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