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E-Ladestationen – die smarten Zapfsäulen

Kolumne erschienen im Eco2Friendly-Magazin 10/22

Anfang 2022 hat die Autobranche ausgerufen, dass die Ladeinfrastruktur dem Elektroboom massiv hinterherhinke. Sollte die Ladeinfrastruktur nicht nächstens aufholen, so könne dies dem Trend der Elektroautos schaden. Denn noch immer sei die Reichweitenangst beim Elektroauto-Kauf weitverbreitet. Auch in der kleinen Schweiz. Diese Rufe gilt es ernst zu nehmen, es gilt vorwärtszumachen. Was nicht vergessen werden darf, ist, dass im Vergleich zu Benzintankstellen E-Ladestationen auch in der Garage, im Einfamilienhaus, beim Büroparkplatz und in der Tiefgarage der Wohnsiedlung eingebaut werden können. Nur schondieses erweiterte Einsatzgebiet verschafft dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge grösseres Potenzial.

Die E-Ladestation ist intelligent – Dank Konnektivität

Konnektive Elektroautoladestationen können noch viel mehr als nur an zusätzlichen Orten installiert werden. Sie sind smart, digital vernetzt und können dadurch das enorme Potenzial des Internet of Things ausschöpfen.

Die E-Ladestation hat eine Datenverbindung mit dem Elektroauto und eine Datenverbindung mit dem Ladebetreiber oder Eigentümer der Ladestation. Im Vergleich zu «analogen» Ladestationen wie Zapfsäulen an Tankstellen erlauben es smarte E-Ladestationen dem Betreiber, dank Vernetzung die Nutzung der Ladestationen aus der Ferne zu überwachen, zu verwalten und mit dem Fahrer des E-Autos abzurechnen.

Smartes Laden spart Geld, Energie und Emissionen

Vor allem aber hilft smartes Laden der Umwelt. Wenn schon ein Elektroauto gekauft wird, so sollte doch der Fussabdruck so tief wie möglich gehalten werden.

Smart laden bedeutet, dass das Elektroauto dann geladen wird, wenn genügend Strom zur Verfügung steht und das Netz ausreichende Kapazitäten hat. Wenn es am passendsten für das Stromnetz ist, profitieren auch gleich die Endnutzer und Endnutzerinnen, denn dann ist das Laden am günstigsten. 

Auto bei smarten E-Ladestationen

Smart bedeutet auch, primär dann zu laden, wenn erneuerbare Energie zur Verfügung steht, etwa wenn die Sonne scheint. Damit wird, nebst dem Portemonnaie, auch der Umwelt geholfen. Dank der Datenverbindung, welche die E-Ladestation erst smart macht, kann die Nachfrage nach Strom ganz einfach dem Angebot angepasst und laufend optimiert werden. Natürlich kann auch definiert werden, bis wann das Elektroauto wieder bereit, also vollgeladen sein muss. So kann ein ausgeklügeltes System das Laden vollautomatisch und autonom hin zum günstigsten und umweltfreundlichsten Strom optimieren.

Smart bedeutet auch ein einfaches Teilen der Ladestation

Die vernetzte E-Ladestation kann ganz einfach auch von mehreren Personen genutzt werden. Also auch von der Nachbarin oder einem Besucher. Oder, was in neuen Siedlungen geschieht: Die Parkplätze werden über Nacht von der Mieterschaft und während des Tages von Gewerbetreibenden genutzt, die ihre Autos während der Arbeit aufladen wollen. Auch das geht ganz einfach.

Beim intelligenten Laden müssen sich Elektroautofahrerinnen und -fahrer an der Ladestation identifizieren. Die Identifizierung verbindet den Fahrer oder die Fahrerin des Elektroautos, die Ladestation und das Ladeereignis miteinander. Der entsprechende Preis wird der richtigen Kundschaft in Rechnung gestellt und das Geld an die richtige Ladestationsbesitzerschaft weitergeleitet.

Dank intelligenter Konnektivität geschieht alles automatisch. Das bedeutet auch, dass mit einer smarten E-Ladestation nicht nur Geld gespart, sondern auch verdient werden kann.

Vernetzung ist die Basis für die Zukunft des Vehicle-2-Everything (V2X)

Natürlich kann auch die Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach in die smarte E-Ladestation integriert und so optimiert werden, dass dieser Strom genutzt wird.

In Zukunft können Elektroautos gar in das gesamte Stromnetz als Energiespeicher integriert werden. Sodass das Elektroauto für die eigene Photovoltaikanlage als Batterie eingesetzt werden und den überschüssigen Strom speichern kann, der tagsüber produziert wird. In der Nacht kann diese Energie dann verwendet werden, um beispielsweise einen Boiler zu heizen.

E-Mobilitäts Statistik Anteil Betriebsstoff pro Fahrzeuggruppe

Die Weiterentwicklungen bei E-Ladestationen gehen rasant vorwärts und es werden laufend neue Stationen gebaut und installiert. Die Basis jeder E-Ladestation ist die Vernetzung. Dank dieser wird die einzelne E-Ladestation erst intelligent und kann in Echtzeit das Laden optimieren, überwachen und einzeln verrechnen. Darüber hinaus kann diese Vielzahl an Neuentwicklungen aber auch «over the air» an die älteren E-Ladestationen geschickt werden, um diese zu aktualisieren. 

Diesen Entwicklungen gilt es Rechnung zu tragen und es gilt, flexible Lösungen für die Vernetzung anzubieten, um damit die Energiebranche und den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur bestmöglich vorwärtszubringen.

Ali Soy, Co-Founder Digital Republic

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